Auch Holland rebelliert gegen iTunes

dominoEffekt
25.01.2007

Beschwerde bei der Wettbewerbsbehörde

Eine niederländische Konsumentschutzorganisation gab am Donnerstag bekannt, sich verschiedenen Gruppierungen aus Deutschland, Frankreich und den nordischen Ländern im Kampf gegen Apples iTunes Music Store anzuschließen.

Streitpunkt ist die Tatsache, dass die Nutzung der Musik aufgrund von Apples Digital Rights Management [DRM] FairPlay beschränkt werde und sie mobil zum Beispiel nur auf Apples iPods abgespielt werden kann. Die Organisation habe eine formelle Beschwerde bei der niederländischen Wettbewerbsbehörde eingereicht.

"Wenn man sich eine Musik-CD kauft, kann sie auch nicht nur auf Panasonic-Playern abgespielt werden. Wenn sich jemand bei iTunes einen Song herunterlädt, soll er nicht für den Rest seines Lebens an den iPod gebunden sein", so ein Sprecher.

Der norwegische Konsumentenombudsmann Bjorn Erik Thon erklärt den Apple-Online-Musikdienst iTunes für illegal. Nun drohen Apple eine Klage, Geldstrafen und ultimativ die Schließung des Online-Musik-Shops in Norwegen.

Apple beschwichtigt

Ein Apple-Sprecher hatte bereits am Montag gesagt, die Bedenken der europäischen Konsumentenschützer so schnell wie möglich ausräumen zu wollen.

Das Unternehmen hoffe jedoch, dass die europäischen Regierungen weiterhin ein Wettbewerbsumfeld gewährleisten, das Innovationen zulasse, Urheberrechte schütze und den Konsumenten die Entscheidung darüber überlasse, welche Produkte erfolgreich seien.

Europäische Konsumentenschützer schließen sich im Rechtsstreit um die Abspielbarkeit von Musik gegen Apples iTunes zusammen.

(AP)