26.06.2003

AUFREGER

Bildquelle: marvel

Mann gibt "Hulk"-Piraterie zu

In New York hat sich ein Mann schuldig bekannt, den Action-Film "Hulk" vor dem Kinostart unerlaubt digital kopiert und ins Internet gestellt zu haben.

Der 25-jährige Kerry Gonzalez gab vor einem Gericht in New York am Mittwoch zu, das Urheberrecht der Universal Studios verletzt zu haben. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren.

Bis zu dem für Ende September erwarteten Urteil ist er auf Kaution frei. Er habe den Film, der gut zwei Wochen vor dem US-Kinostart im Internet auftauchte, nicht einmal angesehen, sagte Gonzalez zu Reportern.

Vorabkopie gerippt

Der Klageschrift zufolge hatten die Universal Studios eine Arbeitskopie der Comic-Verfilmung an eine Werbeagentur in New York gegeben. Diese in der Qualität etwas schlechtere Kopie wurde gegen unerlaubtes Kopieren geschützt und so markiert, dass weitere Kopien aufgespürt werden konnten.

Trotz eines Kopierverbots lieh ein Angestellter der Werbeagentur den Film einem Freund, der ihn an Gonzalez weitergab. An seinem Computer erstellte Gonzalez eine digitale Kopie und versuchte, die an der Arbeitskopie angebrachte Markierung zu beseitigen. Die digitale Kopie stellte Gonzalez am 6. Juni auf eine Internet-Seite, die zum Handel mit Filmkopien genutzt wird.

Man werde "aggressiv Jagd auf die machen, die für den Diebstahl unseres Besitzes verantwortlich sind", hieß es in einer Erklärung des Präsidenten von Universal Pictures, Rick Finkelstein. Wenn solches Verhalten nicht gestoppt werde, seien Filme wie "Hulk" nicht mehr zu produzieren.

Zum Start am vergangenen Wochenende hatte sich der Film mit rund 63 Millionen USD [etwa 55 Mio. Euro] Einspielergebnis an die Spitze der US-Kinocharts gesetzt. In den österreichischen Kinos ist der Film ab 4. Juli zu sehen.