26.06.2003

ÖSTERREICH

Bildquelle: ORF.at

Online-Business noch wenig entwickelt

"Fortgeschrittener Internet-Einsatz" wie E-Commerce steckt in Österreich noch immer in den Kinderschuhen.

Nur eine Minderheit von sieben Prozent oder 16.000 österreichische Unternehmen hat laut der aktuellen AIM-Business-Studie bereits über ihre Homepage Produkte und Dienstleistungen verkauft.

Das Zukunftspotenzial liege bei 20.000 weiteren Unternehmen, heißt es in der vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Integral und Fessel-GfK gemeinsam erstellten Studie.

Online-Banking boomt

Die Verwendung von Online-Banking ist unterdessen stark gestiegen. Jedes zweite Unternehmen wickelt derzeit seine Bankgeschäfte auch online ab, im Jahr 2001 war es noch jedes vierte Unternehmen.

Generell hat die Bedeutung des Internets für die österreichischen Unternehmen nach einer Phase der Verunsicherung, die sich vor allem Ende 2001 manifestierte, wieder zugenommen.

Laut den neuesten Ergebnissen des AIM-Business von Mai 2003 haben schon 78 Prozent der österreichischen Unternehmen Internet-Zugang. Das ist ein Anstieg um sechs Prozentpunkte in den vergangenen zwölf Monaten. Sechs von zehn glauben, dass das Internet in Zukunft für den Arbeitsalltag ihrer Unternehmen wichtiger wird.

"Grundnutzen" dominiert

"Die grundsätzliche Investitionsbereitschaft in die Internet-Nutzung ist hoch", so Integral-Geschäftsführer Bertram Barth. Nach wie vor dominiere allerdings der "Grundnutzen" eines stabilen, schnellen und bequemen Internet-Zugangs zur attraktiven Unternehmenspräsentation. Wegen der aktuellen schlechten Wirtschaftssituation sind Investitonspläne zum "Zusatznutzen" jedoch aufgeschoben.

Beim Internet-Zugang in Unternehmen dominiert nach wie vor ISDN. Die ADSL-Verwendung ist aber weiter gestiegen [von zehn Prozent auf 17 Prozent in den letzten zwölf Monaten].