Palms Bilanz stürzt ab
Der Handheldhersteller Palm hat im abgelaufenen Geschäftsjahr voll die Krise des PDA-Marktes zu spüren bekommen.
Wie das Unternehmen Dienstagnacht im kalifornischen Milpitas bekannt gab, wurde ein Gesamtjahres-Nettoverlust von über 442 Mio. USD eingefahren. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine glatte Verfünffachung.
Der Umsatz ging im selben Zeitraum um 15,4 Prozent auf 871,9 Mio. USD zurück.
Der Nettoverlust pro Aktie schnellte entsprechend von 2,87 auf 15,23 USD. Negativ entwickelte sich auch das operative Ergebnis, das sich von minus 109 Mio. USD auf über minus 215 Mio. USD fast verdoppelte.
Weltweiter Handheld-Absatz gesunkenHoffnungsschimmer
Zuversicht schöpft der PDA-Produzent allerdings aus der Entwicklung im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres: Zum ersten Mal nach sechs Quartalen konnten dabei wieder mehr Geräte abgesetzt werden als im Vergleichszeitraum zuvor, der Absatz stieg um fünf Prozent.
Der vermehrte Absatz schlug sich auch unmittelbar im Geschäftsergebnis des Schlussquartals nieder, wo der Nettoverlust um knapp 46 Prozent auf 15 Mio. USD reduziert werden konnte.
Bezüglich der weiteren Entwicklung äußerte sich der Konzern vorsichtig optimistisch und erwartet sich im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatzanstieg auf 175 bis 185 Mio. USD. Die Anfang Juni beschlossene Übernahme des Konkurrenten Handspring soll dem Unternehmen jährliche Einsparungen von rund 25 Mio. USD bringen.
