"3"-Chef ist neuer VAT-Präsident

Personalie
23.01.2007

"3"-Chef Berthold Thoma folgt Tele2UTA-Chef Norbert Wieser als Präsident des Verbandes Alternativer Telekom-Netzbetreiber [VAT].

Anlässlich seiner Wahl sagte Thoma, sein oberstes Ziel sei es, die erfolgreiche Arbeit des VAT weiterzuführen.

Die Sicherstellung von chancengleichem Wettbewerb, nachhaltigen Investitionen und zukunftsorientierten Arbeitsplätzen im Telekom-Sektor durch sachgerechte Rahmenbedingungen sei dabei das zentrale Anliegen.

Darüber hinaus sei die Mitwirkung an der Entwicklung der Informationsgesellschaft in Österreich ein wichtiges Aufgabengebiet des VAT.

Als Vizepräsident wurde Georg Mündl von T-Mobile bestätigt, neu in dieser Funktion ist Alfred Pufitsch von COLT. Weitere VAT-Vorstandsmitglieder sind Jorgen Bang-Jensen [One] und Robert Hackl [Tele2UTA]

Erstmals Mobilfunker an der Spitze

Ein politisch einheitlicher Ansprechpartner für IKT-Fragen sowie sachgerechte Rahmenbedingungen, die allen Anbietern einen chancengleichen Wettbewerb ermöglichen, seien notwendige Voraussetzungen, um die Liberalisierung der österreichischen Telekom-Märkte weiter voranzutreiben, so Thoma zu seinem Antritt.

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die ihr Kerngeschäft im Festnetz haben, kommt Thoma aus der Mobilfunkbranche.

Wobei das Verhältnis Mobilfunker-Festnetzanbieter nicht spannungsfrei ist, wünschen sich doch die Festnetz-Lobbyisten geringere Zusammenschaltungsentgelte in Richtung Mobilfunk, was die Handynetzbetreiber erwartungsgemäß zurückweisen.

Zuletzt stand es laut Thoma um die Entwicklung des Wettbewerbs in Österreich nicht so gut. "Wenn die Politik die durch die Liberalisierung der Telekom-Märkte für die Kunden erreichten Vorteile nicht wieder verlieren will, muss sie jetzt aktiv dem Trend zur Re-Monopolisierung entgegenwirken", sagte der neue VAT-Präsident.