Moby Dick wird Evernet
"'Moby Dick' - geht¿s da nicht um den berühmtesten Wal der Literaturgeschichte?" In diesem Fall nicht: Das Kürzel "Moby Dick" ist der Name eines EU-Projekts und steht für "Mobility and Differentiated Services in a Future IP Network".
Vor einigen Wochen startete mit einer internationalen Veranstaltung am Rechenzentrum der Universität Stuttgart ein sechs Monate laufender Feldversuch zwischen Madrid-Leganes und Stuttgart.
Ziel des Vorhabens mit Partnern aus Deutschland, Spanien, Portugal, der Schweiz, Österreich, Polen und Singapur, ist es, für das Internet der Zukunft Mobilität und Dienstgüte unabhängig von der darunter eingesetzten Netztechnologie bereitzustellen.
Integriert durch das "Internet Protokoll der nächsten Generation" [Mobile Ipv6] wird neben dem drahtlosen Ethernet [WLAN] auf Stuttgarter Seite ein "UMTS-artiges" Funknetz Teil dieser Testanordnung sein, die vom französischen "Moby Dick" Partner "Institut Eurecom" entwickelt wurde. Fernziel ist so etwas wie ein "Evernet", ein allgegenwärtiges Medium, das uns überall begleitet.
Moby DickNeue Internetarchitektur
"In unserem Projekt Moby Dick sind wir dabei, das Internet und das traditionelle, sowie das mobile Telefonnetz zu verheiraten", so Jürgen Matthias Jähnert vom Stuttgarter Uni-Rechenzentrum.
Das IP-Protokoll soll zum Dach der neuen Architektur werden, unter dem die verschiedensten Technologien wie WLAN, Hot-Spots, GPRS, GSM, UMTS und andere ihre Heimat finden.
Paul Christ vom Rechenzentrum der Universität Stuttgart arbeitet ebenfalls am Projekt Moby Dick:
"Die Aufgabe von Moby Dick ist es alles, was wir heute an Kommunikationsformen haben, im Internet, im festen und im mobilen Telefonnetz und auch Technologien, die wir noch gar nicht kennen, durch eine gemeinsame IP-Schicht zu integrieren und einheitlich zu machen".
Heute 22:30 im Ö1-Magazin matrix
In seinem zuletzt veröffentlichten Buch "Computer Spiel Welten"
beschäftigt sich der deutsche Medienwissenschafter Claus Pias mit
der Geburt der Computerspiele aus dem Geist der
Experimentalpsychologie und der Militärtechnik. Letztes Wochenende
war Claus Pias in Graz zu Besuch, um an der Computerspielen
gewidmeten Veranstaltungsreihe "Selfware" teilzunehmen. Richard Brem
hat ihn bei dieser Gelegenheit vors Mikrophon gebeten.
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