Biometrische Pässe für Seeleute
Die Internationale Arbeitsorganisation ILO hat eine Konvention über die bessere Sicherheit der Personaldokumente von Seeleuten verabschiedet.
Damit sei die Balance zwischen den Rechten von 1,2 Millionen Seeleuten, den Handelsinteressen sowie Sicherheitsbedenken einzelner Länder gewahrt worden, sagte ILO-Generaldirektor Juan Samovia.
Die Personaldokumente für Seefahrer werden künftig einen biometrischen Fingerabdruck zur eindeutigen Identifizierung beinhalten. Die Identität des Seefahrers kann damit sowohl an Bord des Schiffes als auch in Häfen und auf Flughäfen eindeutig festgestellt werden.
Für Seeleute sollen künftig der Landurlaub und der Transit auf Flughäfen einfacher werden. Beispielsweise sollen sie von der Visumspflicht bei Landgang ausgenommen werden. Für die Ausstellung der Pässe sind nach ILO-Angaben die jeweiligen Heimatländer der Seefahrer verantwortlich.
ILOTerrorangst
Damit kein Missbrauch mit den Dokumenten getrieben werden kann, müssen die Unterzeichnerländer auf Grundlage einer Datenbank Auskunft bei offiziellen Anfragen geben. Die Konvention soll sechs Monate nach der Unterzeichnung durch zwei der 176 Mitgliedsländer in Kraft treten.
Nach den Worten von Samovia haben die Terroranschläge auf die USA am 11. September 2001 den entscheidenden Anstoß für eine Veränderung der seit 1958 geltenden Konvention gegeben. Danach hatte es in vielen Ländern große Bedenken wegen der Sicherheit von Häfen gegeben.
