"Kyrill" wütete auch im Handynetz
Der Orkan "Kyrill", der Donnerstagnacht auf Österreich getroffen ist, hat auch zu Ausfällen im Mobilfunk geführt. Diese waren aber weniger durch Schäden an den Sendeanlagen als durch Stromausfälle bedingt.
In jenen Landesteilen, wo es zu großflächigen Ausfällen der Stromversorgung kam, war auch der Handyempfang gestört, sagte mobilkom-austria-Pressesprecherin Daniela Winnicki-Eisenhuth am Freitag der APA. Betroffen waren hier vor allem Oberösterreich und Teile Niederösterreichs.
Ob Sendeanlagen auch beschädigt wurden, werde noch erhoben, sagte sie. Teilweise seien diese an Stellen angebracht, die durch Sturmschäden schwer zugänglich sind. Mit der Problematik erging es allen Mobilfunkbetreibern gleich, wie ein Rundruf von ORF.at ergab.
Keine Schäden bei T-Mobile/tele.ring
Auch T-Mobile/tele.ring hatte vor allem in Salzburg, Niederösterreich und Oberösterreich mit "Kyrill" zu kämpfen: "Durch den Stromausfall kam es in diesen Gebieten zu Netzausfällen. Wir haben aber das Glück, dass wir tele.ring-Kunden im T-Mobile-Netz auffangen können", erklärte Matthias Mitterer-Kuhn von T-Mobile. Schäden an Sendeanlagen habe es keine gegeben.
Als Unwettervideos tarnen sich derzeit auch Trojaner im Netz: Seit Donnerstagabend gehen Trojaner um, die sich als Mail-Anhänge unter Betreffzeilen mit aktuellen Medienthemen versenden.
One arbeitet an Instandsetzung
"Das One-Netz hat der Störung eigentlich ganz gut standgehalten", so Tom Tesch vom drittgrößten Betreiber One. Lediglich die Stromausfälle hätten einige Standorte in Mitleidenschaft gezogen. Die Instandsetzung sei aber am Vormittag gestartet. Bis zum Abend sollte laut One alles wieder funktionieren.
Auch beim UMTS-Anbieter Hutchison ["3"] gab es keine Schäden durch "Kyrill". Durch die Stromausfälle liefen aber laut Sprecherin Barabara Puhr eine Handvoll Sites, also Standorte, auf Batteriebetrieb. Zu Ausfällen könne das aber nur führen, wenn nicht bald wieder Strom verfügbar sei.
(futurezone | APA)
