16.06.2003

ANSAGE

Bildquelle: N

Nokia will Fernsehen aufs Handy bringen

Nokia zeigt sich trotz anhaltend schwacher Konjunktur und negativer Auswirkungen der Lungenkrankheit Sars für die weitere Entwicklung des Mobilfunkgeschäfts optimistisch.

Der Handymarkt werde heuer vor allem auf Grund neuer mobiler Anwendungen mit Bildern, Tönen und Spielen um 10 Prozent wachsen, prognostizierten Nokia-Präsident Pekka Ala-Pietlä und der Präsident der Nokia-Handysparte, Matti Alahuhta. 2002 waren weltweit 405 Mio. Handys verkauft worden.

Nokia wolle heuer 50 bis 100 Mio. Handys mit Farbdisplays absetzen, mit denen auch MMS verschickt werden könnten, kündigte Ala-Pietlä an. Der Umsatz mit Klingeltönen werde heuer auf 3,5 Mrd. Euro steigen.

Auch "einfache" Modelle

Nokia wolle künftig besonders die Sprachtelefonie weiter vorantreiben, mehr mobile Lösungen für Unternehmen entwickeln und verstärkt Multimedia-Anwendungen auf den Markt bringen, betonte Ala-Pietlä. Offene Standards unter den unterschiedlichen Herstellern seien dabei wesentlich.

Aber auch die Spezialisierung auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Zielgruppen werde immer wichtiger. Neben der Entwicklung von neuen mobilen Technologien - etwa hochauflösende Kameras in Handys - werde auch der Absatz von billigeren und einfacheren Geräten weiter vorangetrieben, so Alahuhta.

Größere Stückzahlen beim Absatz von UMTS-Handys erwartet Nokia unterdessen erst im zweiten Halbjahr 2004.

Nokia will Fernsehen aufs Handy bringen

Nokia will zudem das Fernsehen aufs Handy bringen. Das Fernsehen wird künftig eine große Rolle für den Mobilfunk spielen, drahtloses Fernsehen werde mit Sicherheit eine Massenanwendung werden, sagte der Exekutive Vice President der Nokia-Handysparte, Anssi Vanjoki.

Der Vorteil darin liege vor allem in der Ortsunabhängigkeit. Einen genauen Zeitplan dafür nannte Vanjoki allerdings nicht.

Dazu hat Nokia eine Kooperation mit dem Fotohersteller Kodak bekannt gegeben. Dadurch könnten Nokia-Kunden Lösungen für das Speichern und Drucken von digitalen Fotos nützen, hieß es. Die Services seien vorerst ab sofort in Europa verfügbar, Asien-Pazifik werde in der zweiten Jahreshälfte folgen. In Nord- und Südamerika seien ähnliche Services bereits verfügbar.