16.06.2003

KOLPORTIERT

Bildquelle: CHM

WCDMA-Rückschlag für Nokia

Der finnische Weltmarktführer bei Mobilfunk-Hardware Nokia scheint bislang nicht vom Glück verfolgt zu sein, was UMTS anbelangt:

Verschiedenen Medienberichten zu Folge soll der unter dem Markennamen "3" auftretende UMTS-Anbieter Hutchison Whampoa in seiner Heimat Hongkong den Austausch von 700 UMTS-Node-Bs angeordnet haben. Offenbar ist die WCDMA-Hardware der Finnen bei Interoperabilitätstests durchgefallen.

Auch Schwierigkeiten mit Multimediafunktionen und instabile Software sollen zu der abrupten Entscheidung beigetragen haben. Zum Zug kommen nun NEC und Siemens. Offiziell ist weder von 3 noch von Nokia eine Bestätigung, aber auch kein Dementi zu erfahren.

Die Finnen geben immerhin zu, dass "final testing and optimization" ihrer WCDMA-Lösungen noch bis Jahresende dauern werden, sagen aber, keine Vertragsbekanntmachungen zurückzuziehen.

Probleme auch in UK

Dem Ungemach nicht genug, droht auch bei der britischen 3 ein Rückschlag. In der zweiten Netzausbauphase soll Nokia gar nicht mehr zum Zug kommen.

Und bereits im Mai hatte es Berichte gegeben, wonach 3 Schwierigkeiten hatte, bestimmte Versicherungen abzuschließen. Grund waren Interventionen der Feuerwehr wegen überhitzender Nokia-Basisstationen. Der Hersteller bezeichnet dies als Einzelfall, auch 3 UK versucht die Wogen zu glätten.

Doch die Finanzmärkte sind bereits beunruhigt: "Warum haben NEC und Siemens bereits die Fertigstellung ihrer Teile der ersten Netzausbauphase in Großbritannien bekannt gegeben, Nokia aber noch nicht?"