Internet-Anschluss für High-Tech-Waffen
Das US-Verteidigungsministerium plant, alle modernen Waffen, Kommunikationseinrichtungen und Schlachtfeldsensoren zu vernetzen.
Dazu will es das Internetprotokoll IPv6 verwenden, eine Weiterentwicklung des derzeit verwendeten IP-Adressenschemas.
Die Umstellung auf das neue Protokoll soll innerhalb von fünf Jahren abgeschlossen sein. Damit gelangt das Internet zurück zu seinen Wurzeln: immerhin wurde es vom US-Verteidigungsministerium erfunden, allerdings nicht für militärische Zwecke eingesetzt, da es als zu unsicher verworfen wurde.
IPv6 im Zivilistenleben
John Stenbit, der Chief Information Officer des Pentagon, will
die Umstellung vorantreiben. "Ich denke, dass IPv6 kommerziell vor
2008 eingesetzt wird. Wenn Handys, Laptops und andere elektronische
Geräte derart vernetzt sind, müssen wir den Move schon hinter uns
haben".
US-VerteidigungsministeriumIPv6 steht für Internet Protocol Version 6. Die Spezifikationen dazu stehen bereits seit Jahren fest, alle Serverbetriebssysteme unterstützen den neuen Standard bereits. Die Internet-Welt konnte bis dato jedoch noch nicht zum kollektiven Wechsel überredet werden - nicht zuletzt deshalb, weil die vielbeschworene Internetadressen-Verknappung nicht eingetreten ist.
Das US-Verteidigungsministerium will ein so genanntes Global Information Grid aufbauen, das Sensoren, Waffen, Flugzeuge, Informationssysteme und digitale Geräte miteinander vernetzt.
That's an order
Einkäufer des US-Militärs müssen auf die neue Direktive Rücksicht nehmen: ab 1. Oktober wird netzwerktaugliches Equipment nur mehr dann gekauft, wenn es IPv6 unterstützt.
