13.06.2003

MOBILFUNK

Bildquelle: PhotoDisc

Ein drittes GSM-Netz für den Irak

Der kuwaitische GSM-Netzbetreiber MTC-Vodafone hat im Südirak ein GSM-Netz in Betrieb genommen.

Versorgt werden die Stadt Basra und wesentliche Verbindungsrouten über Land. Die entsprechende Lizenz hat der Netzbetreiber vom britischen Verteidigungsministerium und einer irakischen Behörde erhalten.

Entsprechend dieser Lizenz sollen mit dem Netz in erster Linie die Kommunikationsbedürfnisse der britischen Truppen befriedigt sowie Hilfsorganisationen unterstützt werden.

In den nächsten Wochen dürfte die von den USA eingesetzte Verwaltung mit der Ausschreibung einer landesweiten Lizenz für ein kommerzielles GSM-Netzwerk beginnen.

Nicht nur hat dieses Unternehmen überhaupt keine Erfahrung mit der Errichtung von GSM-Netzen, sondern es hatte sich auch fast gleichzeitig mit der Vertragsunterzeichnung mit der US-Börsenaufsicht SEC auf eine Strafzahlung über 500 Mio. Dollar wegen umfangreicher Bilanzfälschungen geeinigt.

Der irakische Auftrag der US-Regierung wird von Analysten mit einem Wert von etwa 900 Mio. beziffert. Von politischer Seite war wiederum kritisiert worden, dass sich das US-Militär nicht für eine "rein amerikanische" Mobilfunktechnologie - sprich CDMA - entschieden hatte.