Ein Chef für die EU-Satellitennavigation
An der Spitze des EU-Unternehmens "Galileo", das die Ausschreibung für den Betrieb des europäischen Satellitennavigationssystems leitet, steht das ehemalige VIAG-Vorstandsmitglied Rainer Grohe.
Diese einstimmige Entscheidung des Aufsichtsrats gab am Donnerstag in Berlin das Verkehrsministerium bekannt.
Mit Grohe habe das Unternehmen einen Direktor, der durch seine langjährige Erfahrung im Management alle Qualitäten mitbringe, um die anstehenden Aufgaben zu meistern, hieß es.
Das europäische Unternehmen hat die Aufgabe, die Entwicklungsphase zu überwachen und gleichzeitig die entscheidenden Weichenstellungen für die dann folgende Errichtungs- und Betriebsphase zu setzen.
Galileo geht in die EntwicklungsphaseSpäte Einigung
Die Mitglieder der europäischen Weltraumagentur ESA haben sich Ende Mai auf die rechtlichen und finanziellen Grundlagen für das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo geeinigt.
Die Mitgliedsstaaten der ESA haben im Rahmen der Ministerratssitzung in Paris auch grünes Licht für die Freigabe der entsprechenden Budgetmittel - nämlich 550 Millionen Euro - gegeben.
Insgesamt werden für die Entwicklungsphase 1,1 Milliarden Euro veranschlagt, wobei sich ESA und EU die Kosten teilen.
