Ein "Sell" für AT&S
Die Analysten des international tätigen Investmenthauses Merrill Lynch haben ihre Anlageempfehlung für die Aktien des steirischen Leiterplattenherstellers AT&S von "neutral" auf "sell" zurückgenommen.
Auf Basis der Gewinnschätzungen für 2004 und 2005 würden die AT&S-Titel mit dem 23fachen bzw. 20fachen des Gewinns je Aktie notieren. Dieses Verhältnis sei "sehr hoch" und die Papiere nach Einschätzung der Analysten "teuer".
Margen gedrückt
Der Hauptmarkt von AT&S, die Mobilfunkindustrie, sei
charakterisiert von Überkapazitäten und Fragmentierungstendenzen.
Zusätzlich drücke die Abhängigkeit von Großkunden wie Nokia laut
Merrill Lynch die Margen.
AT&SGerade Nokia habe in der jüngsten Vergangenheit seine Lieferanten auf mehrere Arten unter Druck gesetzt, wie etwa durch die Verlängerung von Zahlungszielen und durch direkten Preisdruck. AT&S werde deshalb von einem Konjunkturaufschwung nicht profitieren können.
Für 2004 gehen die Merrill-Lynch-Analysten von einem Gewinn je AT&S-Aktie von 0,34 Euro aus. Die Gewinnprognose je Anteilsschein für 2005 fällt mit 0,38 Euro deutlich unter der Konsensusschätzung von 0,70 Euro aus.
