Spammer nutzen Hotmail-Lücke
Laut einem Bericht des Systementwicklers Chip Rosenthal bei "vnunet" sollen Spammer das Mailsystem von Hotmail geknackt haben. Die Eindringlinge nutzen eine wenig bekannte Lücke im Hotmail-Service, um massenweise Werbemails ohne Zeitverzögerung zu versenden.
Dazu sollen sie das "Web Distributed Authoring and Versioning" [WebDav]-Interface gecrackt haben, eine HTTP-Erweiterung, über die Hotmail-Nachrichten auch über Outlook Express abgefragt werden können.
Um die Zahl der versandten Spam-Mails einzudämmen, hatte Microsoft im März ein Mail-Limit eingeführt. Registriere User können über das Web-Formular seither nur noch 100 Mails am Tag versenden. Auch das automatische Öffnen von Bildern wurde abgestellt.
Neuer Spam-Filter bei MSN und HotmailNo more limit
Zwar würden erst wenige Spam-Mails mit entsprechenden Dav-Headern eintrudeln, doch Rosenthal glaubt, es sei nur eine Frage der Zeit, bis die List die Runde macht.
"Hotmail war immer schon eine problematische Quelle für Spam", so Rosenthal. "Das Gute war bisher, dass die Nachrichten manuell über das Webformular eingegeben werden mussten. Die Spammer konnten ihren Müll also nicht schneller versenden, als sie kopieren und einfügen konnten."
