11.06.2003

WERBEMÜLL

Bildquelle: fuZo

80 Prozent der Kinder erhalten Spam

Beinahe 80 Prozent der Kinder, die über einen eigenen E-Mail-Account verfügen, erhalten täglich Spam.

Nahezu die Hälfte der Kinder hat gar bereits Spam-Mails mit nicht jugendfreiem Inhalt, die auf pornografische Seiten führen, bekommen. Das ergab eine Untersuchung im Auftrag des Internet-Sicherheitsunternehmens Symantec.

Über 20 Prozent der befragten Kinder öffnen und lesen Spam, wenn die Betreffzeilen auf ihr Interesse stoßen.

Weitergabe an Dritte ohne Absprache

76 Prozent der befragten Kinder verfügen über einen oder mehrere E-Mail-Accounts, 72 Prozent prüfen ihre Mails mehrmals die Woche bis mehrmals am Tag.

Ein beträchtlicher Teil davon tut das ohne Beisein oder Rücksprache mit den Eltern: Fast jedes dritte Kind gab an, es sei nicht wichtig, dass bei der E-Mail-Abfrage ein Elternteil dabei sei. 16 Prozent wollen ausdrücklich nicht, dass Vater oder Mutter beim Abfragen der Mails dabei sind.

Und die Hälfte der Kinder gab an, ihre E-Mail-Adresse an fremde Personen weiter- oder auf unbekannten Websites anzugeben, ohne vorherige Absprache mit den Eltern.

Die Spam-Hitliste

Darüber hinaus fehlt es dem Nachwuchs oft am Wissen über Spam. Beinahe jedes dritte Kind erklärte, nicht zu wissen, ob Spam gut oder schlecht sei.

Auf der "Hitparade" der von Kindern und Jugendlichen empfangenen Spam-Mails ganz oben stehen Nachrichten von Glücksspielveranstaltern. Insgesamt 80 Prozent aller, die über E-Mail verfügten, erklärten, mit derartigen Mails "bombardiert" zu werden.

62 Prozent erhalten Spam von Kontaktbörsen, 61 Prozent finanzbezogenen Spam, der billige Kredite verspricht oder Häuser zum Kauf anbietet. Bei 55 Prozent landen unerwünschte Nachrichten von Anbietern von Produkten zur Gewichtsabnahme. 51 Prozent der Kinder und Jugendlichen erhalten weiters regelmäßig "pharmazeutischen Spam" a la "Kaufe Viagra online".