10.06.2003

MASSNAHME

Bildquelle: ORF.at

IMEI-Blocking auch in der Schweiz

Seit einer Woche werden dem schweizerischen Mobilfunk-Netzbetreiber Swisscom Mobil als in Verlust geraten gemeldete Handys von Postpaid-Kunden anhand der IMEI-Nummer gesperrt. Wie bereits bisher üblich wird natürlich auch die SIM-Karte gesperrt.

Einmal gesperrte Handys können nach einem Anruf bei der Hotline innerhalb eines Arbeitstages entsperrt werden und sind danach wieder voll funktionstüchtig. Einzige Voraussetzung dafür ist eine Identifizierung als rechtmässiger Besitzer des Mobiltelefons.

Für die Sperre ist zwar keine Anzeige bei der Polizei erforderlich, eine solche ist jedoch empfehlenswert.

Sperrplattform angestrebt

Swisscom strebt darüber hinaus die Einrichtung einer nationalen Sperrplattform an. Daran sollen alle Mobilfunk-Netzbetreiber des Landes teilnehmen und so zumindest im Inland lückenlose Sperren nicht rechtmässig besessener Geräte sicher stellen.

Die Handys vom Prepaid-Usern will Swisscom nicht einbeziehen, "da die Identifikation von Handy-Besitzern bei Prepaid-Anschlüssen aufgrund von fehlenden gesicherten Angaben nicht zuverlässig möglich" sei.

In Österreich betreibt nur One ein System auf IMEI-Basis, bei dem dem Netzbetreiber als gestohlen oder sonst abhanden gekommen gemeldete Handys vom Netz blockiert werden. Grossbritannien hat sich ein australisches Modell zum Vorbild genommen und eine zentrale Datenbank eingerichtet.