Intel plant Chipwerk in China

bericht
12.01.2007

Investitionsvolumen von zwei Mrd. US-Dollar

Chip-Weltmarktführer Intel plant mit dem Bau einer neuen Fabrik in China seine bisher größte Investition in dem Land, wie die Nachrichtenagentur Reuters mit Berufung auf Firmenkreisen meldet.

Der US-Konzern wolle dort erstmals in Asien brandneue Multicore-Prozessoren fertigen, hieß es. Ein Gewährsmann bezifferte das Volumen der neuen Investition auf etwa zwei Milliarden US-Dollar [1,54 Mrd. Euro]. Näheres wurde zunächst nicht bekannt, doch soll die Ankündigung in den kommenden Monaten erfolgen. Ein Intel-Sprecher lehnte am Freitag eine Stellungnahme ab.

China vs. Deutschland

Intel hat bisher etwa eine Milliarde US-Dollar in China investiert. Mit mehr als 6.000 Beschäftigten betreibt der Konzern dort Forschung, Testzentren und Fertigungsstätten. Die meisten Chiphersteller haben in China bisher nur Arbeitsschritte erledigt, die technisch nicht ganz so aufwendig sind.

Intel versucht gerade mit einer Produktoffensive den Verlust von Marktanteilen an seinen kleineren Rivalen Advanced Micro Devices [AMD] zu stoppen. AMD beschäftigt in Deutschland über 3.000 Mitarbeiter, die meisten davon in seinen beiden Dresdner Chipfabriken.

(Reuters)