07.06.2003

ÜBERNAHME

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PeopleSoft lehnt Oracle-Angebot ab

PeopleSoft-Chef Craig Conway wertet Oracles Übernahmeangebot über 5,1 Milliarden USD als "schlechtes Benehmen einer grauenhaften Firma".

Die Offerte sei ein durchsichtiger Versuch, den Kauf von J.D. Edwards durch die im kalifornischen Pleasanton ansässige PeopleSoft zu stören.

Das überraschend vorgelegte Übernahmeangebot des US-Unternehmens heizte an den Börsen Übernahmefantasien an, die Aktien zahlreicher Softwareunternehmen legten deutlich zu. Conway riet seinen Aktionären, vorerst nicht auf die Offerte zu reagieren.

Der PeopleSoft-Aktienkurs sprang an der US-Technologiebörse Nasdaq um 2,71 USD auf 17,82 USD, Oracle-Titel drehten nach deutlichen Kursgewinnen ins Minus. Am deutschen Markt kletterte der Kurs der SAP-Aktie um rund 8,8 Prozent auf 107,09 Euro.

Abschluss bis Ende Juli

Oracle-Chairman Larry Ellison ergänzte, Oracle bleibe auch an J.D. Edwards interessiert und halte sich dafür weiter alle Optionen offen. Peoplesoft hatte angekündigt, J.D. Edwards per Aktientausch für 1,7 Milliarden USD übernehmen zu wollen.

Ellison sagte weiter, PeopleSoft-Chef Conway sei bereits vor einem Jahr mit dem Vorschlag an ihn herangetreten, die Unternehmenssoftware-Sparten beider Unternehmen zusammenzulegen. Beide hätten sich jedoch nicht über die Struktur der Fusion einigen können. Conway selbst äußerte sich dazu zunächst nicht.

Oracle teilte mit, der Abschluss der Übernahme von PeopleSoft werde für Juli erwartet. Firmenchef Larry Ellison sagte, Oracle sei auch sehr an dem Softwarehersteller J.D. Edwards interessiert.