Internet-"Oscars" 2003 vergeben
Die Weltraumbehörde NASA, die Anti-Kriegsbewegung Moveon.org und die Reiseexperten Lonely Planet haben mit ihren Webseiten die diesjährigen "Webby Awards" gewonnen.
Rund 150 Anwärter in 30 Kategorien wie Musik, Sport, Nachrichten und Verrücktes waren im Rennen um die "Oscars des Internets" nominiert. Die Preisträger wurden in San Francisco und weltweit im Netz bekannt gegeben.
"Rising Star" mit 100 Mio. Fotos
Das Online-Foto-Service Snapfish.com erhielt den Sonderpreis
"Rising Star" für die am schnellsten wachsende Webseite im Internet.
Fünf Millionen Benutzer stellen dort über 100 Millionen Fotos ins
Netz.
Die GewinnerIm Gegensatz zu früheren Webby-Award-Shows, bei denen in San Francisco der rote Teppich ausgerollt wurde, fand die siebente Verleihung weltweit online statt. Die Veranstalter hatten die geplante Gala an der Westküste Ende April abgesagt und durch die virtuelle Zeremonie ersetzt.
Damit reagierte die "Academy of Digital Arts and Sciences" auf zahlreiche Absagen und Bedenken der Nominierten aus 24 Ländern, darunter Italien, Frankreich und Japan, nach Kalifornien zu reisen.
Nach Angaben der Veranstalter waren in der Nacht zum Freitag über 5.000 Internet-Surfer in aller Welt dem Aufruf gefolgt, virtuell an der Trophäenshow teilzunehmen. Auf über 150 Partys von Tokio über San Francisco bis Paris wurden die Gewinner der besten Webseiten gefeiert.
Jury mit Larry Ellison
Ausgesucht wurden die Preisträger von rund 500 Academy-Mitgliedern, einer Jury mit Prominenten wie Musiker David Bowie, Oracle-Chef Larry Ellison und "Simpsons"-Erfinder Matt Groening.
