06.06.2003

TAG ZWEI, HEUTE

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Linux, Blech und Applikationen

Man wolle zwar schon zeigen, dass man in Sachen IT nichts weiter brauche als "Blech, Linux und Oracle", sagt Alexander Weichselberger von Oracle, "und zwar genauso eigennützig wie jeder andere Aussteller auch". Im Grunde sei man aber zum ersten Mal bei den Linuxwochen Wien, um sich genauer umzusehen.

Der hauptsächliche "Blech-Lieferant" Sun, auf dessen Rechnern über die Hälfte aller Oracle-Datenbanken im Bereich Unix/Risc Computing laufen, war aus den nämlichen Motiven gekommen: zu sehen, wie es laufen würde, wenn die Community zusammenkommt und welche Kontakte sich daraus ergeben, sagte Franz Novak [Technology und Produktconsulting, Sun].

Netzwerke, Spam, MySQL

Auf besonderes Interesse stießen die Screen-Shows über fortgeschrittenes Network-Controlling [Peter Paul Witta, Cubit.at], Spam-Bekämpfung in der Praxis [Coretec.at] sowie die Präsentation des kommerziellen Einsatzes von MySQL [Kaj Arnö, Finnland].

Dass die Keynote [Thomas Warwaris] unter anderem den logischen Nachweis führte, dass es mangels "Ownership" an Microsoft-Produkten bald auch keine Berechnung der "Total Cost of Ownership" geben könnte, war der Auftakt für einen extraheißen Tag, an dem die "Arena" im Museumsquartier von 11.00 bis 21.00 Uhr ständig gefüllt war. Dazwischen gab es gezählte fünf Pausen von jeweils 15 Minuten, was für Konzentrationsvermögen und Sitzfleisch der Branche spricht.

Gegenüber 2002 hatte der erste Tag der Linuxwochen Wien 2003 einen Zuwachs von 50 Prozent an ständigen Besuchern zu verzeichnen, wie Zählungen der fuZo ergaben.

Wenn sie nicht bereits eine sind, sagten Oracle und Sun, dann seien die Linuxwochen auf dem besten Weg dahin, eine Institution zu werden.