Facebook: Neue Spielregeln für Microsoft
Das Soziale Netzwerk Facebook hat den Vertrag mit Microsoft für die Integration von Microsofts Suchmaschine Bing erweitert. Dafür darf Microsoft keine Bannerwerbung mehr auf Facebook verkaufen.
Microsoft darf weiterhin textbasierte Werbung im Rahmen seiner Suche auf Facebook anbieten, die Vermarktung der Bannerwerbungen hat Facebook nun aber selbst übernommen. Das gaben die beiden Unternehmen am Freitag bekannt.
Im Gegenzug darf Microsoft seine Suchmaschine Bing und deren Features weiter in das Soziale Netzwerk integrieren. Zudem sollen bald alle Facebook-Nutzer, mittlerweile 400 Millionen weltweit, auf Facebook exklusiv mit Bing suchen. Seit Donnerstag läuft anlässlich des sechsten Geburtstags von Facebook ein neuerliches Update der Benutzeroberfläche, dabei rückt unter anderem die Suchmaske samt den Benachrichtigungen an eine prominentere Stelle.
Zielgerichtete Werbung mit sozialen Features
Facebook erklärte, dass seine eigene Werbung auf Basis der Informationen über die Nutzer sowie durch soziale Features besser auf die gewünschte Zielgruppe abziele und sich in das Gesamtbild des Sozialen Netzwerks besser einfügen würde. "Diese Kombination von zielgerichteter Werbung und sozialer Relevanz sind die Hauptgründe für die geänderte Strategie", so die Firma in einer Stellungnahme.
Auf einigen internationalen Märkten sei der Schritt in den letzten Wochen schon vollzogen worden, in den kommenden Wochen sollen von Microsoft bereitgestellte Banner aus dem gesamten Facebook-Netzwerk verschwinden. Microsoft bietet Facebook-Banner seit 2006 an, 2007 wurde der Deal erweitert und sollte eigentlich bis 2011 laufen.
Langjährige Verbindungen
Ob Facebook für die vorzeitige Beendigung Abschlagszahlungen leistet und ob beziehungsweise in welchem Verhältnis Facebook und Microsoft sich die Einnahmen aus den Werbebanner geteilt haben, wollte Facebook nicht sagen. Mitte September hatte Facebook erklärt, dass die Einnahmen des Netzwerks erstmals die Ausgaben überträfen und Facebook schwarze Zahlen schreibe. Im Oktober 2007 stieg Microsoft mit einer Zahlung von 240 Millionen Dollar bei Facebook ein.
(Reuters/futurezone)