Gusenbauer als früher Kanzler im Netz
Während Alfred Gusenbauer [SPÖ] im Netz schon vor der Angelobung zum Kanzler wurde, können sich einige Ex-Minister online nur schwer von ihren Posten trennen.
Noch vor der offiziellen Angelobung durch Bundespräsident Heinz Fischer am Donnerstagvormittag wurde die Website des Bundeskanzleramts bereits aktualisiert und präsentierte Gusenbauer als neuen Kanzler samt Lebenslauf und lächelndem Konterfei.
Schritt für Schritt verschwanden daraufhin von der Website auch die alten Staatssektretäre Franz Morak [ÖVP] und Karl Schweitzer [BZÖ].
Regierung braucht länger
Der Überblick über die neue Regierung auf der Website des Bundeskanzlers wurde bis dato nicht aktualisiert. Nachdem bis vor kurzem noch die alte Führungsriege versammelt war, findet sich mittlerweile ein Hinweis, dass das Kabinett Gusenbauer am Donnerstag angelobt wurde. Wie diese aber genau aussieht, wird vorerst nicht erwähnt.
Die Online-Ministerien
Bei den Websites der Ministerien ging die Umstellung in unterschiedlicher Geschwindigkeit vor sich. Während der neue Verteidigungsminister Norbert Darabos [SPÖ] ebenso wie die frisch gebackene Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky [ÖVP] und Justizministerin Maria Berger [SPÖ] zeitgleich zur Angelobung bereits auch von den Websites lächelten, schien der scheidenden Bildungsministerin Elisabeth Gehrer [ÖVP] der Abschied schwer zu fallen.
Ebenso wie Sozialministerin Ursula Haubner [BZÖ] und der interimistische Innenminister Wolfgang Schüssel [ÖVP] schien sie auch noch 15 Minuten nach der Angelobung in ihrer alten Funktion auf.
Die Nachzügler
Nach dem neuen Finanzminister Wilhelm Molterer [ÖVP] suchte man auf der Website des Finanzministeriums auch noch 20 Minuten nach der Angelobung vergeblich. Konterfei und Lebenslauf des ehemaligen Finanzministers Karl-Heinz Grasser[parteilos] waren jedoch ebenso wenig zu finden.
Auch das Ministerium für Vekehr, Innovation und Technologie [BMVIT] war eine Viertelstunde nach der Angelobung im Netz noch führungslos.
Alles gleich blieb hingegen in den Ressorts Wirtschaft und Arbeit, Auswärtige Angelegenheiten sowie Land- und Forstwirtschaft. Die ÖVP-Minister Martin Bartenstein, Josef Pröll und Ursula Plassnik bleiben im Amt.
