Israel testet biometrische Scanner
System kommt auf Ben-Gurion-Flughafen zum Einsatz
Mit biometrischen Scannern will Israel die Sicherheitslage auf dem Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv verbessern. Das zurzeit getestete System werde die Kontrollen auf dem Boden effizienter und das Fliegen sicherer machen, erklärte eine Sprecherin der Flughafenbehörde, Maajan Maltschin, am Dienstag.
Elektronische Karte mit Magnetstreifen
Fluggäste sollen Maltschin zufolge künftig nicht mehr stundenlang warten müssen, um von Sicherheitsbeamten intensiv überprüft zu werden. Stattdessen sollen elektronische Karten mit ihrem Foto, Fingerabdrücken und persönlichen Daten zum Einsatz kommen. Die Informationen auf dem Magnetstreifen dieser Karten werden dann am biometrischen Scanner mit dem Aussehen der Person abgeglichen. Ferner müssen am Bildschirm einige Fragen beantwortet werden.
Einheimische als Zielgruppe
Laut Maltschin werden Sicherheitsbeamte zur Stelle sein, um den Passagieren zu helfen. Sie würden auch beobachten, ob sich einige Fluggäste vielleicht auffällig verhielten. Das System ist der israelischen Flughafenbehörde zufolge vor allem für Einheimische gedacht, doch können auch ausländische Staatsbürger die relevanten elektronischen Karten erwerben.
Das System sei laut Maltschin eine heimische Entwicklung und die erste ihrer Art. Sollte sich das System bewähren, könnte es im kommenden Jahr auch an sämtlichen Grenzübergängen zu Lande eingesetzt werden.
Kanada will Nacktscanner einführen
Unterdessen plant Kanada die Einführung von Nacktscannern auf internationalen Flughäfen. Verkehrsminister John Baird wolle die Pläne am Dienstag vorstellen, so die Zeitung "La Presse". In den nächsten zwei Monaten sollen an insgesamt neun kanadischen Flughäfen Nacktscanner eingesetzt werden.
(APA/APD/AP/Reuters)
