Behörde widerruft Vorladungen gegen Blogger
Flugsicherheitsdokumente veröffentlicht
Die US-Behörde Transportation Security Administration (TSA) hat Vorladungen gegen zwei Blogger zurückgezogen, die interne Sicherheitsrichtlinien nach dem vereitelten Anschlag auf ein US-Flugzeug am 25. Dezember im Netz veröffentlicht hatten, berichtete die "New York Times" ("NYT").
Auf der Suche nach Quellen
Die dem US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS) unterstellte Behörde wollte über die Vorladungen die Informanten der Blogger ausfindig machen. Die verschärften Sicherheitsrichtlinien der Flugsicherheitsbehörde wurden am 25. Dezember an Hunderte Angestellte der TSA und an Mitarbeiter von Fluglinien verteilt und waren bis zum 31. Dezember in Kraft.
Ein Blogger, der Reiseexperte Christopher Elliot, widersetzte sich der Vorladung. Ein anderer Blogger, der Fotograf Steve Frischling, wurde von der Behörde befragt. Nach Angaben Frischlings wurde dabei auch sein Computer untersucht und beschädigt. Am 31. Dezember zog die Behörde die Zwangsmaßnahmen gegen die Blogger schließlich zurück. Die Untersuchung stünde vor einem erfolgreichen Abschluss, hieß es in einer Mitteilung der TSA.
Zeitgemäßer Informantenschutz gefordert
Die US-Bürgerrechtsbewegung Electronic Frontier Foundation (EFF), die einen der Blogger beim Widerstand gegen die behördliche Zwangsmaßnahme unterstützte, kritisierte das Vorgehen des Heimatschutzministeriums scharf und forderte einen zeitgemäßen Informantenschutz, der "der Ära der Blogs, Tweets und anderer nichtraditioneller journalistischer Mittel" gerecht werde.
