Neuer Chef bei Ericsson
Unternehmensführung bleibt in schwedischer Hand
Wie im Juni angekündigt, hat der bisherige Finanzchef Hans Vestberg (44) den 57 Jahre alten Carl Henrik Svanberg zum Jahreswechsel an der Spitze des weltweit führenden Netzwerkausrüsters Ericsson abgelöst. Svanberg wird Aufsichtsratschef beim britischen Energieunternehmen BP.
Svanberg kam 2003 als Sanierer zu Ericsson, als das Unternehmen hohe Verluste im Handygeschäft erwirtschaftete. Unter seiner Führung wurde die Zahl der Mitarbeiter massiv reduziert, die Handysparte in eine gemeinsame Tochter mit dem japanischen Elektronikkonzern Sony ausgelagert und Ericsson mit erneut hohen Gewinnmargen zum weltweit größten Ausrüster für Mobilfunksysteme ausgebaut.
Wider die roten Zahlen
Derzeit hat das schwedische Unternehmen neben roten Zahlen der gemeinsame Handytochter mit Sony auch mit einer sinkenden Nachfrage nach Netzinfrastruktur zu kämpfen. Vestberg kündigte an, an der in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Svanberg entwickelten Unternehmensstrategie festhalten zu wollen.
Der neue Konzernchef erhält jährlich umgerechnet 950.000 Euro und damit deutlich weniger als Svanberg. Hinzukommen kann ein flexibler Gehaltsanteil von bis zu 80 Prozent des Festgehalts. Der neue Mann an der Spitze kam 1991 zu Ericsson und wurde im Oktober 2007 Finanzchef.
(futurezone/dpa)
