Innenminister gegen Internet-Kriminalität

DEUTSCHLAND
26.12.2009

"Expertenwissen muss gebündelt werden"

Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) will den Kampf gegen Internet-Kriminalität forcieren. "Die Internet-Kriminalität ist sprunghaft gestiegen. Aber die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen diese Form der Kriminalität muss unbedingt verbessert werden. Da ist viel zu tun", sagte der neue Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK) von Bund und Ländern. Nötig sei eine gemeinsame Kraftanstrengung. "Das Internet wird nicht an der Bundesgrenze gekappt, wir sprechen hier über ein weltweites Problem. Das kann nicht ein Bundesland allein, da ist fast der Bund noch zu klein."

"Expertenwissen bündeln"

Laut Ahlhaus gibt es große Defizite bei der Bekämpfung der Internet-Kriminalität. "Es sind Rechtsunsicherheiten da, es fehlen bundesweit sowohl bei Bundesbehörden als auch bei Landesbehörden weitere Infrastrukturen, um diese neue Form der Kriminalität noch wirksamer zu bekämpfen." Es müsse verstärkt Expertenwissen in den Behörden gebündelt werden.

"Wir haben hervorragende Experten, aber es sind immer noch zu wenige, um dem sprunghaften Anstieg von Straftaten im Internet wirksam begegnen zu können", sagte der Senator, der turnusmäßig zum Jahreswechsel den IMK-Vorsitz übernimmt. Hamburg werde bereits zum Jahresbeginn reagieren und im Landeskriminalamt eine "Dienststelle Cybercrime" einrichten.

Durch die globale Ausbreitung des Internets sieht Ahlhaus die Möglichkeiten der deutschen Behörden jedoch als begrenzt an. "Das Schwierige ist dabei immer, dass der Server in der Regel nicht in Deutschland oder Europa, sondern in Übersee steht."

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(dpa)