Toshiba wehrt sich gegen EU-Geldstrafe
"Absprachen bei Netztransformatoren verletzen EU-Recht nicht"
Toshiba wehrt sich am Donnerstag gegen eine Entscheidung der Europäischen Kommission vom Oktober. Die EU hatte den japanischen Elektronikkonzern wegen Verletzung des Kartellrechts durch Absprachen bei Netztransformatoren zu einer Geldstrafe verurteilt. Toshiba will nun eine Annullierung des Urteils erwirken, so das "Wall Street Journal" ("WSJ") am Donnerstag.
Die Europäische Kommission hatte über sechs Unternehmen eine Strafe von insgesamt 67,6 Millionen Euro verhängt. Neben Toshiba wurden die ABB Schweiz AG, die französischen Firmen Areva SA und Alstom SA, sowie die japanischen Unternehmen Fuji und Hitachi für schuldig befunden und wegen mündlicher Marktabsprachen bestraft. Die japanischen und europäischen Entscheidungsträger sollen eine Vereinbarung geschlossen haben, wonach sie sich nicht in den jeweils anderen Markt einmischen wollten.
Toshiba selbst sieht in der Absprache keine Verletzung des EU-Wettbewerbsrechts und strebt nun eine Aufhebung der Strafe an.
