04.06.2003

EIGENANGABE

Bildquelle: TA

Gute Aussichten für Telekom Austria

Der Generaldirektor der Telekom Austria [TA], Heinz Sundt, hat am Mittwoch bei der ordentlichen Hauptversammlung [HV] der TA den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2003 und die Absicht, für 2003 eine Dividende zu zahlen, bekräftigt.

Für die gesamte TA-Gruppe werde heuer eine "stabile Entwicklung" des Umsatzes und Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] erwartet, betonte Sundt.

Der Fokus liege 2003 weiterhin auf der Maximierung des Cash-Flow, der Reduktion der Nettoverschuldung und der weiteren Senkung der Kosten und Investitionen in das Festnetz.

Weiter Preisverfall im Mobilfunk

Im Mobilfunkbereich sei weiterhin mit einem Preisverfall und einem Verdrängungswettbewerb zu rechnen, so Sundt.

Weiteres Wachstum sei vor allem bei den mobilkom-Töchtern in Kroatien [VIPnet] und Slowenien [si.mobil] und kaum noch in Österreich zu erwarten. Der Mobilfunkbereich werde weiterhin Rückgänge im Festnetzbereich kompensieren.

Kein Kommentar zu strategischen Partnern

Zum in den vergangenen Monaten kolportieren Einstieg eines strategischen Partners, konkret der Swisscom, bei der TA wollte TA-Aufsichtsratsvorsitzender und ÖIAG-Vorstandsprecher Peter Michaelis keinen Kommentar abgeben: "Die Spekulationen über einen strategischen Partner für die TA sind nicht Gegenstand der heutigen Hauptversammlung."

Neue Mitglieder für Aufsichtsrat

Bei der Hauptversammlung wurden zudem drei neue Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt. Im Kontrollgremium vertreten sind künftig Verbund-Vorstandsvorsitzender Hans Haider, AT&S-Finanzvorstand Harald Sommerer und der Vorstandsvorsitzende der Vodafone-Tochter Arcor, Harald Stöber.

Den TA-Aufsichtsrat verlassen haben RTL-Vorstandsvorsitzender Gerhard Zeiler und die beiden Vertreter der Telecom Italia, die nun nur noch mit 14,8 Prozent an der TA beteiligt ist.

Wie bisher sind im TA-Aufsichtsrat ÖIAG-Vorstandssprecher Peter Michaelis [Vorsitzender], die Rechtsanwältin Edith Hlawati, der Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Postsparkasse, Stephan Koren, ÖIAG-Vorstand Rainer Wieltsch und Sony-Europe-Vorstandsvorsitzender Otto Zich vertreten.

Aktienoptionsprogramm

Zudem wurde der Ausschluss des im Übernahmegesetz vorgesehenen 15-prozentigen Preisabschlags für Kleinaktionäre im Fall eines Pflichtangebots, eine Kapitalerhöhung und ein Aktienrückkauf beschlossen.

Konkret wurde ein fünfjähriger Rahmen für eine Kapitalerhöhung um bis zu 21,8 Mio. Euro bzw. bis zu 10 Mio. Aktien für ein Aktienoptionsprogramm geschaffen und der Vorstand zu einem Aktienrückkauf von bis zu 50 Mio. Aktien oder 10 Prozent binnen 18 Monaten zu einem Preis zwischen 9 und 15 Euro ermächtigt. Das Aktienoptionsprogramm hat eine Laufzeit von 1 bis 7 Jahren.