Luftabwehr für Verkehrsflugzeuge
Verschiedene neu entwickelte Systeme sollen Verkehrsflugzeuge vor Boden-Luft-Raketen schützen.
Israel will als Reaktion auf ein versuchtes Attentat auf ein Flugzeug einer israelischen Fluglinie in Kenia im November 2002 alle Linienflieger mit Abwehrsystemen ausstatten.
Elbit Systems hat dazu MUSIC [MUlti-Spectral Infrared Countermeasure] ins Rennen um den Auftrag geschickt. Das System arbeitet vollkommen autonom, benötigt also keine Reaktion der Piloten.
Infrarotkameras sollen die auf das Flugzeug zurasenden Geschoße erkennen. Durch einen Laserstrahl soll es das Leitsystem der Rakete stören und so einen Treffer verhindern.
ElbitAuch Elisra würde gerne sein PAWS [Passive Missile Warning System], das auch Luft-Luft-Raketen erkennen soll, an zivile Flugzeugbauer und -betreiber verkaufen.
ElisraRadar als Erkennungsverfahren
Flight Guard, eine von Elta Systems und Israel Military Industries gemeinsam entwickelte Anlage, setzt Radar als Erkennungsverfahren ein. Dabei werden brennende Leuchtgeschoße abgefeuert, die Wärme suchende Raketen ablenken sollen.
Im Umfeld von Flughäfen brennende Geschoße zu verschießen stellt jedoch ein nicht unerhebliches zusätzliches Gefahrenpotenzial dar.
Einsatz von Flight Guard unsicher
Ob Flight Guard, dessen Kosten mit unter einer Mio. USD pro Stück
angegeben werden, die entsprechenden behördlichen Genehmigungen
erhalten wird, ist daher noch unklar.
Israel Military IndustriesRafael
Rafael hat bereits im Dezember sein Britening getauftes Produkt
vorgestellt, das wie Flight Guard ein Spin-off militärischer
Entwicklungen ist. Dabei wird ein Infrarotstrahl zur Verwirrung des
feindlichen Geschoßes eingesetzt. Erste Tests auf einem Flugfeld im
März sollen erfolgreich verlaufen sein.
Rafael
