EU stellt Kartellermittlungen gegen Rambus ein

WETTBEWERB
09.12.2009

US-Speicherhersteller begrenzt Lizenzgebühren

Die EU-Kommission hat am Mittwoch bekanntgegeben, die Kartelluntersuchungen gegen den US-Speicherhersteller Rambus Inc. eingestellt zu haben. Die Ermittlungen gegen die kalifornische Firma waren 2007 aufgenommen worden.

Lizenzgebühren gesenkt

Rambus entgeht mit Zugeständnissen an die EU-Kommission einem drohenden Bußgeld. Rambus bot an, seine Lizenzgebühren zu begrenzen, teilte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Mittwoch in Brüssel mit.

Diese Verpflichtung des Unternehmens sei nun rechtsverbindlich. Rambus hat sich darauf verpflichtet, keine Lizenzgebühren für die Verwendung von Standards in der Produktion von SDR- und DDR-Chips zu erheben. Außerdem wird das Unternehmen die Lizenzgebühren für neuere DDR-Herstellungsverfahren für die kommenden fünf Jahre von 3,5 auf 1,5 Prozent senken.

Die Wettbewerbshüter hatten Rambus in einem Verfahren zunächst vorgeworfen, das Unternehmen kassiere zu viel für Patente auf DRAM-Chips (Dynamic Random Access Memory) und missbrauche damit seine marktbeherrschende Stellung. Die Chips werden in Computern und in Spielekonsolen eingesetzt. Der Umfang des Weltmarkts für DRAM-Chips wurde 2008 auf 34 Milliarden US-Dollar geschätzt.

(AP/dpa)