Freies Mailprogramm Thunderbird 3 ist fertig
Die Entwickler des freien Mailprogramms Thunderbird haben am Mittwoch Version 3 ihrer Software veröffentlicht. Das Programm bietet eine neue Benutzeroberfläche und soll sich nun besser in Windows und Mac OS X integrieren als sein Vorläufer.
Die Entwicklungszeit hat sich über zwei Jahre hingezogen und war auch von der Reorganisation der Mailsoftware-Entwicklung innerhalb der Mozilla Foundation überschattet. Ursprünglich hatte die gemeinnützige Stiftung die Entwicklung des Programms ganz auslagern wollen, sich dann aber doch für die Gründung einer eigenen Mail-Entwicklungsgruppe innerhalb der Stiftung entschieden.
Neue Oberfläche
Neu in Thunderbird 3 sind die Tabellenreiter-Ansicht für E-Mails, eine neue und verbesserte Suchfunktion, das Archivierungssystem und Smart Folders, die beim automatischen Sortieren der Mails helfen. Auch das Set-up der Mailkonten wurde erneuert und vereinfacht. Google-Mail-Accounts sollen sich nun leichter in das Programm einbinden lassen. Auch die Integration in Windows und Mac OS X sei verbessert worden, so die Entwickler. Thunderbird 3 setzt auf Gecko 1.9.1 auf. Insgesamt, so Mozilla, seien rund 2.000 Verbesserungen an dem Programm durchgeführt worden. Es ist in 49 Sprachen verfügbar.
Das Programm ist kostenlos für Windows, Mac OS X und Linux erhältlich. Thunderbird 3 unterstützt allerdings keine Windows-Versionen mehr, die älter sind als Windows 2000. Auch Mac-Systeme mit OS-X-Installationen, die älter sind als 10.4 (Tiger), sind mit Thunderbird 3 nicht kompatibel. Weiters empfehlen die Entwickler, sich vor der Installation des neuen Mailclients darüber zu informieren, ob eventuell verwendete Plug-ins zu Thunderbird 3 kompatibel sind. Das Programm prüft diese bei der Installation und deaktiviert inkompatible Erweiterungssoftware automatisch.
