Medienindustrie im Wandel

Ö1
04.12.2009

"Matrix" über Bezahlinhalte im Netz und filmische Experimente

Das Internet und seine Gratiskultur haben nicht nur die Musikbranche in Schwierigkeiten gebracht. Auch Zeitungsverlagen und Medienhäusern steht derzeit das Wasser bis zum Hals. Leser und Auflagen schwinden und damit auch die Anzeigenkunden, mit denen sich viele Verlagshäuser traditionell finanzierten. Schon denkt die Branche über neue Geschäftsmodelle nach.

"Paid Content", also Geld für digitale Inhalte zu verlangen, scheint vielen der einzige Weg, in Zukunft Qualitätsjournalismus zu finanzieren. Doch viele in der Zunft sind skeptisch: Werden Leser für Inhalte zahlen, wenn diese bisher gratis waren? Anna Masoner hat für "matrix" nachgefragt, ob und wie "Paid Content"-Modelle funktionieren können.

Am Sonntag in "matrix"

Sie hören diese Beiträge am Sonntag um 22.30 Uhr im Ö1-Netzkulturmagazin "matrix".

Filmische Experimente

Auch die Filmindustrie läuft gerade Gefahr, das gleiche Schicksal wie die Musikindustrie zu erleiden: Nicht-lizenzierte Kopien von auf DVD erschienenen Filmen finden ebenso schnell den Weg ins Internet wie Vorabkopien von Filmen, die noch nicht einmal im Kino zu sehen waren. Was früher satte Gewinne garantierte, gibt es heute als Gratis-Download.

Wie in der Musikindustrie stehen auch die Kollegen vom Film vor der Frage: wie darauf reagieren, wie sich als Content-Produzent neu erfinden? Zwei neue Filme versuchen, Antworten darauf zu geben: "Rage" mit Judi Dench, Steve Buscemi und Jude Law hält der Welt der Mode und Fashionshows einen satirischen Spiegel vor. Oder vielmehr: ein Handy mit Videofunktion, das alle Szenen aufnimmt. Traditionell mit Kamera gedreht wurde "Breathe", ein Thriller, dessen Handlungsstränge sich allerdings auch über Blogs und Videoplattformen verteilen.

Richard Brem sah sich für "matrix" die beiden filmischen Experimente an und sprach mit Filmschaffenden über neue kreative und vertriebstechnische Möglichkeiten im Zeitalter der Online-Tauschbörsen.

(matrix)