Nokia will Konzernumbau beschleunigen

BERICHT
28.11.2009

"WirtschaftsWoche": Auch Verkauf der Handyfertigung denkbar

Nokia hatte im dritten Quartal zum ersten Mal seit 1993 rote Zahlen geschrieben. Als wichtige Ursache galt dabei unter anderem der fehlende Erfolg in dem ertragreichen Markt neuer Smartphones. Der Konzern will jetzt als Folge dessen seinen Umbau beschleunigen und sich von einem Hersteller von Mobiltelefonen zu einem Anbieter von Internet-Lösungen entwickeln, berichtet die "WirtschaftsWoche" am Samstag.

"Waren nicht optimal vorbereitet"

Laut Nokia-Vorstand Anssi Vanjoki sei langfristig betrachtet sogar ein Verkauf der Handyfertigung denkbar. Derzeit seien die Fabriken und das weltweite Logistiknetz allerdings nach wie vor wichtige Wettbewerbsvorteile.

Vanjoki räumte zudem ein, dass Nokia hinter den Entwicklungen von Apple, Google und BlackBerry-Hersteller RIM hinterherhinke. "Wir waren auf die Angriffe nicht optimal vorbereitet, weil wir den dazu erforderlichen Umbau sicherlich zu langsam angegangen sind", so Vanjoki zur "WirtschaftsWoche". Im Bereich der mobilen Anwendungen will Nokia noch zulegen.

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