Was Roboter über den Menschen erzählen

Ö1
13.11.2009

"Matrix" über Robo-Fiction und Innovation durch freie Medien

Wie bei vielen anderen technischen Entwicklungen beginnt die Geschichte der Roboter mit einer Fiktion. Der tschechische Autor Karel Capek prägte den Begriff 1921 in seinem Theaterstück "R.U.R." ("Rossum's Universal Robots"). Die etwas melancholischen Kreaturen benannte er nach dem tschechischen Wort für Zwangsarbeit "robota".

Doch eigentlich geistern Fantasien von Robotern und Automaten schon viel länger durch Literatur und Science-Fiction-Filme. Die Roboter auf Papier oder Leinwand könnten dabei unterschiedlicher nicht sein: Die Vorstellungen reichen vom einfältigen Befehlsausführer über den treuherzigen Gefährten bis zum rebellierenden Monster a la Terminator.

Wie man Roboter und Menschen erfindet

Was aber haben diese Fiktionen mit der Roboterforschung zu tun, und was erzählen sie uns über den Mensch, dessen Abbild Roboter ja oft sein sollen? Der vor kurzem erschienene Sammelband "Public-Fictions. Wie man Roboter und Menschen erfindet" geht diesen Fragen nach. Anna Masoner hat im Buch geschmökert und mit den Herausgebern Karin Harrasser und Günther Friesinger gesprochen.

Am Sonntag in "matrix"

Sie hören diese Beiträge am Sonntag um 22.30 Uhr im Ö1-Netzkulturmagazin "matrix".

Soziale Innovation durch freie Medien

Der zweite Beitrag des Ö1-Netzkulturmagazins "matrix" beschäftigt sich damit, wie Medien das Sozialverhalten von Menschen verändern. Kulturpessimisten denken dabei an von Computerspielen inspirierte Amokläufer. Es gibt allerdings eine Sorte Medien, die sich darüber definiert, soziale Entwicklung im positiven Sinne zu beeinflussen: Community Radio und TV heißen sie im angelsächsischen Raum, hierzulande sind sie unter den Bezeichnungen freie Radios und offene Fernsehkanäle bekannter.

Durch Partizipation, offenen Zugang für alle Bevölkerungsgruppen und Medienbildung im weitesten Sinne wollen sie nicht weniger als die Welt verbessern. Diverse Netzinitiatien im Social-Media-Bereich haben ähnliche Ambitionen.

Civilmedia-"UnConference"

In Salzburg fand von 4. bis 7. November zum 4. Mal die Civilmedia statt, eine "UnConference" mit EU-Finanzierung, bei der sich Aktivisten, Journalisten, Wissenschaftler, Medienpädagogen und Neugierige aus Österreich und ganz Europa zum Austausch treffen.

Heuer ging es um "Social and Technological Innovation in Open-Access-Media".

Mit 160 Teilnehmern aus 20 Ländern hat sich die Civilmedia in ihrem 4. Jahr als Treffpunkt für partizipative Medien in Europa etabliert. Eva Schmidhuber wollte genauer wissen, wie freie Medien soziale Innovationen beeinflussen können.

(matrix)