Google streitet sich mit Rubens Barrichello
Ein brasilianisches Gericht hat Google in erster Instanz zur Zahlung von 500.000 US-Dollar an Formel-1-Star Rubens Barrichello verurteilt. Der Konzern soll falsche Barrichello-Profile nicht schnell genug aus seinem Sozialen Netzwerk Orkut entfernt haben.
Das Urteil wurde am Dienstag im Amtsblatt von Sao Paulo veröffentlicht. Auf Orkut, einem in Brasilien sehr beliebten Sozialen Netzwerk von Google, waren mehr als 300 unechte Profile des WM-Dritten 2009 zu sehen gewesen, die Google trotz Aufforderung lange Zeit nicht entfernt haben soll.
Keine Vorzensur auf Orkut
Die Buße könnte laut Gericht noch auf 700.000 Dollar steigen, denn der Fall begann bereits im Juli 2006, und seitdem halste sich Google eine Strafe von 590 Euro pro Tag auf. Laut brasilianischen Medienberichte handelt es sich um die bis dato höchste Strafe aufgrund falscher Internet-Profile.
Google hat bereits gegen das Urteil Berufung eingelegt, wie der Fernsehsender Rede Globo am Dienstag berichtete. Das Unternehmen vertritt den Standpunkt, dass es im Fall von Orkut genügen müsse, wenn der Konzern falsche Profile und illegale Inhalte auf Hinweis der Behörden entferne. Eine permanente Kontrolle der Inhalte könne man nicht ausüben.
Außerdem handle es sich bei Barrichello um eine Person des öffentlichen Lebens, es lasse sich nicht vermeiden, dass Nutzer im Internet zu dessen Aktivitäten positive und negative Stellungnahmen abgeben. Google kann den Prozess noch durch zwei weitere Instanzen ziehen.
(APA/AFP/futurezone)
