"Bonusmeilen" gegen Piraterie
Die Betreiber der Tauschbörse KaZaA und das US-Unternehmen Altnet planen die Einführung einer Art Bonusmeilen-Programm für die beliebte P2P-Börse.
Die User können Punkte sammeln, indem sie legale Inhalte, die von Altnet bereitgestellt werden, auf ihre Festplatte laden und sie dann für andere User zum Download bereitstellen.
Die derart gesammelten Punkte können gegen Konzerttickets, DVDs und Games eingetauscht oder auch in der Verlosung um Preise wie Notebooks eingesetzt werden.
Altnet-Chef Kevin Bermeister geht davon aus, dass damit mehr User die legalen den illegalen Inhalten vorziehen, um ihre Ressourcen nicht zu verschwenden. Je weniger User kopierte Inhalte anbieten, desto schwieriger werde es auch für die Piraten, ist Bermeister überzeugt.
Seit etwa einem Jahr können Inhalte legal über das KaZaA-Netzwerk heruntergeladen werden. Die Inhalte werden von Altnet, einem US-Unternehmen, das seine Songs und Videos mit Digital-Rights-Management-Software aus dem Hause Microsoft schützt, in das KaZaA-Netzwerk eingespeist. Laut Bermeister werden derzeit bereits 20 Millionen der von Altnet ins Netz gestellten Files heruntergeladen. Mit dem Programm hofft Bermeister die Quote auf 20 Millionen pro Tag zu steigern.
Ice T verkauft neues Album über KaZaA3.000 Punkte im Monat
Sharman und Altnet sehen in dem Programm zudem einen kostengünstigen und effizienten Weg der Verteilung von bezahlten Inhalte. Da diese Bereitstellung der Files jedoch auch dem User Kosten verursacht, wollen die Betreiber die Nutzer derart entschädigen.
Bermeister geht von 3.000 verdienbaren Punkten pro Monat für einen durchschnittlichen User aus. Die einlösbaren Preise gibt es ab 100 Punkten. Derzeit bekommt Altnet Geld für die Verteilung der Files von den jeweiligen Copyright-Besitzern.
Das Programm und die notwendige Software soll mit der neuen Version des KaZaA-Media-Desktop diesen Juni starten.
Bonuspunkte optional
Dabei soll neben dem gewohnten KaZaA die Zugangssoftware zu einem
sicheren P2P-Netzwerk installiert werden, sodass die User die Files
anbieten können, die in den normalen KaZaA-Suchergebnissen
auftauchen. Das Feature soll nach Angaben von Sharman jedoch auch
ausschaltbar sein.
KaZaA bricht alle Download-Rekorde
