United Internet hebt Prognose an
GMX-Mutter steigert Umsatz und Gewinn
Der deutsche Internet-Anbieter United Internet hat seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal gesteigert und seine Prognose für das Gesamtjahr erneut angehoben. Es werde für 2009 nun mit einer Steigerung sowohl des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) als auch vor Abschreibungen (EBITDA) um jeweils etwa acht Prozent gerechnet, teilte das im TecDAX notierte Unternehmen am Dienstagabend mit.
Erst Mitte August hatte United Internet, zu dem Marken wie 1&1, Web.de und GMX gehören, die EBIT-und die EBITDA-Prognose um fünf Prozent erhöht. Damals war auch die Umsatzerwartung um fünf Prozent nach oben geschraubt worden.
Aus der Verlustzone
Im dritten Quartal legte der Betriebsgewinn (EBIT) binnen Jahresfrist um 26 Prozent auf 82,0 Millionen Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um knapp 22 Prozent auf 95,4 Millionen Euro. Nicht enthalten in diesen Zahlen ist ein Einmalertrag in Höhe von 50,2 Millionen Euro aus dem Verkauf der direkt gehaltenen Anteile an Freenet.
Das Ergebnis je Aktie lag von Juli bis September bei 43 Cent. Vor einem Jahr hatte United Internet noch einen Verlust je Aktie von 45 Cent verzeichnet. Der Umsatz stieg um 4,4 Prozent auf rund 409 Millionen Euro.
Die Zahl der Kunden lag zum 30. September bei 9,17 Millionen, inklusive der 700.000 durch die Übernahme des Breitbandgeschäfts von Freenet hinzugekommenen DSL-Anschlüsse. Im dritten Quartal seien die DSL-Anschlüsse um 30.000 zurückgegangen, erklärte das Unternehmen. Fürs Weihnachtsquartal rechnet United Internet mit geringeren Kundenverlusten.
United Internet versucht derzeit, seine DSL-Kunden zum Umstieg auf eigene Komplettpakete zu bewegen. Bisher hat das Unternehmen viele Anschlüsse anderer Anbieter wie der Deutschen Telekom vermittelt. Mitte Oktober hatte sich United Internet von seinen Anteilen am Mobilfunkanbieter Drillisch getrennt.
(Reuters)
