Umsatzrückgang bei France Telecom
Finanzvorstand: Suizidserie hat keine Auswirkung aufs Geschäft
France Telecom schaut nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang im dritten Quartal pessimistisch auf den Rest des Jahres. Im Schlussquartal sei noch nicht mit einem Anziehen der Erlöse zu rechnen, sagte Finanzvorstand Gervais Pellisier am Donnerstag.
"Und für einen Ausblick auf das kommende Jahr ist es noch zu früh", fügte er hinzu. Die Unsicherheit, wann die Verbraucher wieder mehr Geld ausgäben, sei groß.
Im dritten Quartal nahm der nach Marktkapitalisierung drittgrößte Telekomkonzern Europas, zu dem auch der Mobilfunkbetreiber Orange gehört, mit 12,7 Milliarden Euro 6,4 Prozent weniger ein als noch vor einem Jahr. Das operative Ergebnis (EBITDA) sank auch wegen Auflagen der Regulierungsbehörden um acht Prozent auf rund 4,6 Milliarden Euro. Mit dem Verzicht auf Investitionen gelang es France Telecom, die operative Marge bei 35,9 Prozent stabil zu halten. An den Prognosen für das Gesamtjahr hielt der Konzern trotz des unsicheren Marktumfelds fest.
Zuletzt war France Telecom wegen einer Reihe von Selbstmorden unter seinen Mitarbeitern in die Schlagzeilen geraten. Der Konzern legte als Reaktion darauf seine Restrukturierungsmaßnahmen auf Eis und wechselte den Vizekonzernchef aus. Pellisier zufolge hat das keine Auswirkungen auf das Geschäft in Frankreich. Dort macht der Konzern die Hälfte seines Umsatzes und Gewinns.
(Reuters)
