Wirtschaftskammer ortet IT-Fachkräftemangel
Verschärfung in den kommenden Jahren
Vor einem drohenden Fachkräftemangel im IT-Bereich hat die Wirtschaftskammer Steiermark am Dienstag gewarnt. Auch weltweit könne die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften im IT-Bereich nicht gedeckt werden.
Regional will der heimische Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) mit der "IT-Offensive 2020" entgegenwirken - die Bevölkerung soll für die Branche interessiert und vor allem Frauen für IT-Berufe begeistert werden.
IT-Beauftragter und IT-Gipfel gefordert
Neben der Offensive, die dem Fachkräftemangel langfristig entgegenwirken soll, forderte UBIT-Obmannstellvertreter Wilfried Seyruck bei einer Pressekonferenz die Einrichtung eines IT-Beauftragten und die Ausrichtung eines IT-Gipfel. "Das Problem ist, dass die Bevölkerung mit IT-Berufen noch immer das Bild eines stundenlang alleine vor dem Computer sitzenden Menschen verbindet", begründete Seyruck die schwache Nachfrage nach Ausbildungen im IT-Bereich.
In Wirklichkeit sei das Gegenteil der Fall: "IT ist in allen Geschäftsbereichen verankert. Man muss dazu kommunizieren, Teamarbeit leisten, ein breites Fachwissen besitzen und Fingerspitzengefühl zeigen." Aufgrund dieses Anforderungsprofils seien auch Frauen ausgezeichnet für IT-Berufe geeignet. "Schon im Kindergarten soll daher bei Mädchen das Interesse für Technik geweckt werden", so Seyruck.
In der Steiermark fehlen derzeit jährlich 500 bis 600 Informationstechnologen, so Michalitsch. Bis 2015 soll sich die Lage noch verschärfen.
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UBIT-Fachgruppenobmann Heinz Michalitsch wies darauf hin, dass bereits jetzt schon beinahe 50 Prozent der heimischen IT-Unternehmen an Fachkräftemangel leiden. Auch die Chance, dass Fachkräfte aus dem Ausland die Lücken schließen können, sei gering, auch dort gebe es dasselbe Problem. Zudem erwarte man, dass der Bedarf nach gut ausgebildeten Fachkräften in den nächsten Jahren noch steigen wird.
(APA)
