Voice over IP für Breitbandrouter
Sowohl Sprach-Messaging via Internet als auch die Nutzung von Breitbandroutern zum Aufteilen einer Leitung auf mehrere PCs erfreuen sich steigender Beliebtheit. Bloß: Die beiden Technologien vertragen sich nicht.
Grund ist die "Network Address Translation" [NAT], bei der die IP-Adressen der PCs auf eine einzige externe "übersetzt" werden. Bei dieser Adressumwandlung gehen die notwendigen Informationen für Voice over IP und ähnliche Dienste verloren.
Ein Standard schafft jedoch Abhilfe: Universal Plug and Play [UPnP] setzt sich derzeit in immer mehr Breitbandroutern durch. Grund ist die Einführung von UPnP in den Windows Messenger, der in Windows XP standardmäßig eingebaut ist. Das zwingt die Hersteller, von ihren eigenen Lösungen abzukehren und auf UPnP zu setzen.
Konkret verträgt sich das "Session Initiation Protocol" [SIP] nicht mit der Adressumwandlung. In dieses Protokoll ist nämlich die IP-Adresse des Absenders eingebettet, weshalb sie nicht automatisch via NAT übersetzt werden kann. UPnP erkennt nun derartige Pakete und ersetzt die IP-Adresse entsprechend.
Das UPnP-ForumKeine Absicherung
Dasselbe Problem betrifft auch das H.323-Protokoll, das bei Audio- und Videokonferenzen eingesetzt wird.
Ein Problem bleibt derzeit, dass verschiedene Hersteller unterschiedliche Implementationen des noch jungen UPnP-Standards einsetzten. Eine weitere Hürde ist die nicht vorhandene Sicherheit - ein Hacker könnte theoretisch UPnP ausnutzen, indem er bestimmte Ports angreift.
