Zugriffe auf Online-Nachrichtenportale steigen
Von Jänner bis September 2009 um ein Drittel mehr Besucher
Die Deutschen nutzen einer Studie zufolge immer stärker Nachrichtenportale im Internet. In den ersten neun Monaten des Jahres seien die 20 beliebtesten Nachrichtenseiten im Internet 4,7 Milliarden Mal besucht worden, teilte der Hightech-Branchenverband BITKOM am Freitag in Berlin mit. Das sei ein Zuwachs um rund ein Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewesen.
Die meistbesuchte der 20 beliebtesten Nachrichtenseiten im Internet zwischen Jänner und September sei Spiegel Online gewesen. Das Portal habe 977 Millionen Visits verzeichnet. Damit habe der Internet-Ableger des Nachrichtenmagazins unter den gefragtesten Seiten einen Markanteil von rund einem Fünftel (20,7 Prozent) eingenommen.
Starke Zuwächse bei Magazinen und Zeitungen
Platz zwei in den ersten neun Monaten habe das Online-Portal der "Bild"-Zeitung mit 858 Millionen Besuchen und einem Marktanteil von 18,2 Prozent belegt, teilte BITKOM mit. Daneben konnten aber auch die Online-Portale zahlreicher anderer Magazine und Zeitungen steigende Besuchszahlen verzeichnen.
Die "Süddeutsche Zeitung" kann 195 Millionen Besuche von Jänner bis September 2009 vorweisen, was einem Plus von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche. Die "Welt" wuchs um zwölf Prozent und liegt knapp vor Sueddeutsche.de auf Platz acht. Hohe Zuwachsraten hätten auch die Ableger der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" mit 158 Millionen Besuchen (plus 30 Prozent) sowie die Online-Angebote der beiden Wirtschaftszeitungen "Handelsblatt" (plus 41 Prozent auf 88 Millionen Visits) und "Financial Times Deutschland" mit einem Plus von 41 Prozent und 77 Millionen Visits.
Details zur Erhebung
Als Nachrichtenportale definiert die BITKOM Angebote, die ausschließlich und tagesaktuell über Politik-, Wirtschafts-, Sport- oder Fachthemen berichten. Die Erhebung zur Anzahl der Besuche (Visits) berücksichtigt sämtliche Seiten, die sich von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) prüfen lassen.
(AFP/futurezone)
