Handyparken in Graz eingeführt

MOBILE LÖSUNGEN
13.10.2009

Seit Dienstag ist auch in Graz das Bezahlen der Parkgebühr mittels Mobiltelefon möglich. Handyparker müssen eine eigene Parkvignette auf der Windschutzscheibe anbringen.

In den grünen und blauen Zonen in Graz kann ab sofort direkt vom Auto aus per Anruf die Parkgebühr entrichtet werden. Für die Abwicklung kann man aus vier Anbietern - Simty, Mobile-City, Park & More sowie MobilZahlen - auswählen, drei davon sind auch in Linz aktiv. Bevor man das neue Service nutzen kann, muss man sich über das Internet oder per SMS, je nach Betreiber, registrieren.

Minutengenaue Abrechnung

Rund 700 Parkautomaten bei rund 20.000 Parkplätzen gibt es in Graz. Laut Günther Janezic, Geschäftsführer der Grazer Parkraumservice GPS, sei zwar von jedem Stellplatz aus ein Automat in Sichtweite, aber mit dem "zusätzlichen Service" sei minutengenaue Abrechnung ab der 31. Minute möglich.

Optional ist auch eine Erinnerung per SMS vor Ablauf der Parkhöchstdauer. Dauert das Parken länger als ursprünglich geplant, ist das kein Problem: Erst der Anruf beim Betreiber beendet das Parken. Unternehmen können bei mehreren Firmenwägen aufgeschlüsselte Sammelrechnungen am Ende des Monats erhalten.

Parkvignette für Kontrolleure

Vor dem ersten Parken müsse man sich über das Internet bei einem der vier Anbieter registrieren lassen. Die Anbieter setzen auf unterschiedliche Serviceleistungen und teilweise werden beim Nutzen des Dienstes auch Kosten fällig.

Als Nächstes wird dem künftigen Handyparker eine kleine orangefarbene Parkvignette zugesandt, die auf der Windschutzscheibe anzubringen ist. Dadurch wissen die Kontrollorgane, dass für diese Fahrzeug kein bei einem Automat gelöster Parkschein nötig ist. Der Anruf beim Betreiber erfolgt über eine 0800-Nummer. Per Sprachsteuerung oder Kurzwahl kann man dann die Zone auswählen und mit einem zweiten Anruf die Parkdauer beenden.

Projekt läuft vorerst ein Jahr

In den nächsten Tagen würden rund 300.000 Handypark-Vignetten im Stadtgebiet verteilt sowie an Haushalte und Unternehmen geschickt. Mit einer Infokampagne werden Grazer und Pendler über die neuen Möglichkeiten informiert. Graz zog mit der Einführung nun mit Linz gleich, drei der vier Anbieter sind auch in der oberösterreichischen Landeshauptstadt aktiv. Laut Gottfried Pobatschnig, Leiter des Referates für Parkraumbewirtschaftung, ist der Vertrag mit den vier Betreibern vorerst auf ein Jahr ausgelegt.

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(APA)