Fiber to the Home - die unendliche Geschichte

Ö1
09.10.2009

"Matrix" über Verstrickungen im Glasfasernetz

Fiber to the Home, Fiber to the Cabinet, Fiber to ...: Es gibt kaum einen Buchstaben des Alphabets, der von den Technikern und Marketingexperten der Netzwerkbranche bisher nicht an das Kürzel FTT angehängt worden wäre. Und trotzdem lässt die Anbindung der Internet-User an Glasfaserkabel weiterhin auf sich warten. Nicht, dass es sie noch nicht gäbe, die Glasfasernetzwerke - sie liegen nur eben an der falschen Stelle.

Am Sonntag in "matrix"

Sie hören diesen Beitrag am Sonntag um 22.30 Uhr im Ö1-Netzkulturmagazin "matrix".

Licht im Kabinett

Zur Jahrtausendwende verlegten die Provider viel Glas, man erwartete das große Datenaufkommen im Backbone. Heute hingegen, mit Peer-to-Peer-Netzwerken und der Aussicht auf Cloud-Computing, sehen andere die Zeit gekommen, endlich das Nadelöhr "letzte Meile" anzugehen. Die Telekom Austria will eine Milliarde Euro in den Ausbau der Glasfasernetze investieren. Das reicht bis zum Schaltkasten an der Straßenecke: Fiber to the Cabinet.

In den Häusern bleiben die Kupferleitungen erhalten. Mit 40 Millionen Euro will das österreichische Verkehrsministerium Breitbandprojekte fördern. Welche, bleibt noch abzuwarten. In Großbritannien möchte die Regierung über 200 Millionen Euro verteilen. Jedoch nicht in den Ausbau von Glasfasernetzwerken, sondern in die Verbreitung von ADSL. Schließlich hegen manche berechtigte Zweifel daran, wofür eine Leitung mit der Kapazität von 100 MBit/s in jeden Haushalt gut sein sollte. Mariann Unterluggauer hat sich alte und neue Verkabelungspläne genau angesehen.

(matrix)