Frankreich vor Handyverbot in der Schule

GESETZE
08.10.2009

Wiener Ärztekammer fordert ähnliche Regelung für Österreich

In Frankreich soll Kindern aus Gesundheitsgründen künftig das Nutzen von Mobiltelefonen in der Schule verboten werden. Die zweite Parlamentskammer, der Senat, erweiterte am Mittwoch das Umweltschutzgesetz Grenelle 2 um einen entsprechenden Passus, der für Kindergärten, in der Grundschule und der Mittelstufe gelten soll.

Der Senat beschloss zudem ein Verbot von Handywerbung, die sich an Kinder unter 14 richtet. Die Regierung hatte eine Obergrenze von zwölf Jahren vorgeschlagen.

Freisprecheinrichtung obligatorisch

Die Abgeordneten hoben hervor, in der Bevölkerung gebe es wachsende Sorge um mögliche negative Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung auf die Gesundheit. Der Senat will auch Arbeitnehmer besser schützen, die täglich Mobiltelefone verwenden müssen - etwa durch obligatorische Freisprecheinrichtungen.

Diese sollen verhindern, dass das Gehirn den elektromagnetischen Strahlungen zu stark ausgesetzt ist. Die Gesetzesnovelle muss noch von der ersten Parlamentskammer, der Nationalversammlung, abgesegnet werden.

Ähnliche Regelung für Österreich gefordert

Die Wiener Ärztekammer reagierte in einer Aussendung am Donnerstag auf den Beschluss des französischen Senats und forderte eine ähnliche Regelung für Österreich. "Es wäre schön, wenn Österreich in Sachen Gefahren durch Mobiltelefonie nicht einen ähnlich unrühmlichen letzten Platz hinsichtlich der Gesundheitsgefährdung in Europa einnehmen würde, wie dies in Sachen Tabakprävention bereits seit Jahren der Fall ist", so der Präsident der Ärztekammer, Walter Dorner.

(AFP/APA/futurezone)