Dell: 3,9 Mrd. Dollar für Perot Systems
Mit der milliardenschweren Übernahme von Perot Systems will sich der US-Computerhersteller Dell breiter aufstellen. Die neuen Aktivitäten im Beratungsgeschäft sollen den Einbruch im PC-Markt kompensieren.
Der US-Computerhersteller Dell hat am Montag mitgeteilt, die texanische IT-Dienstleistungsfirma Perot Systems Corp. kaufen zu wollen. Dell will für die Firma, die von dem ehemaligen US-Präsidentschaftskandidaten Ross Perot gegründet worden war, rund 3,9 Milliarden US-Dollar (2,7 Mrd. Euro) zahlen. Dell zahlt 30 US-Dollar pro Aktien in Bar - 68 Prozent mehr als Perot Systems zuletzt an der Wall Street wert war.
PC-Geschäft läuft schlecht
Ziel der Übernahme sei es, Perot Systems zur Dienstleistungs- und Beratungssparte von Dell auszubauen und somit auch die Anzahl potenzieller Käufer von Dell-Computern zu erhöhen, so ein Sprecher des Unternehmens. Das Geschäft soll spätestens im Jänner 2010 abgeschlossen sein, die Führungsgremien beider Unternehmen haben der Übernahme bereits zugestimmt. Perot-CEO Peter Altabef wird Chef der Dell-Beratungssparte, Perot-Aufsichtsratsvorsitzender Ross Perot Jr. wird ins Dell-Direktorium wechseln.
Für den Computerhersteller Dell ist es in der Krise wichtig, sein Geschäft breiter abzustützen. Das Unternehmen hat seit März 2009 Schulden in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar angehäuft, im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres brach der Gewinn um 23 Prozent ein.
(AP/futurezone)
