Spekulationen über Zukunft von NBC Universal

MEDIEN
20.09.2009

Vivendi soll Verkauf seines 20-Prozent-Anteils prüfen

Der französische Medien- und Telekommunikationskonzern Vivendi prüft laut einem Bericht der "New York Times" ("NYT") den Verkauf seines 20-prozentigen Anteils an NBC Universal.

Seit der Fusion 2004 hat Vivendi laut "NYT" jährlich die Möglichkeit, seinen Anteil an der Universal-Mutter General Electric (GE) zu verkaufen oder an die Börse zu bringen. Das entsprechende Zeitfenster öffnet sich demnach am 15. November.

Es sei wahrscheinlich, dass sich Vivendi noch in diesem Jahr dazu entschließe, berichtet die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen. Als Zeichen dafür wird unter anderem die jüngst angekündigte Übernahme des brasilianischen Netzbetreibers GVT S. A. gewertet. Die Nachricht schürte Spekulationen, die Studiomutter General Electric (GE) werde NBC Universal, an dem GE die restlichen 80 Prozent hält, 2010 an die Börse bringen.

GE prüfe verschiedene Möglichkeiten für den Fall eines Ausstiegs von Vivendi, sagte ein Manager des US-Konzerns dem Blatt. Es sei aber unwahrscheinlich, einen neuen Investor für den von ihm auf sieben Milliarden Dollar geschätzten Anteil der Franzosen zu finden. Die Alternativen seien eine Übernahme des Anteils durch GE selbst oder ein Börsengang.

GE und NBC Universal lehnten eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Vivendi-Chef Jean-Bernard Levy erklärte der "NYT" zufolge bei einer Investorenkonferenz vergangene Woche, dass bisher keine Entscheidung gefallen sei.

NBC Universal wird laut dem Bericht von Experten mit bis zu 35 Milliarden Dollar bewertet. Sollte Vivendi seinen Anteil, der demnach rund sieben Milliarden Dollar wert wäre, verkaufen, wäre es die größte Transaktion in der Medienbranche in diesem Jahr.

Mehr zum Thema:

(Reuters)