540 Überwachungskameras für Bangkok

politik
06.01.2007

Das thailändische Putschisten-Regime will sich gegen neue Anschläge schützen.

Apirak Kosayothin, der Gouverneur der thailändischen Hauptstadt Bangkok, hat am Samstag angekündigt, im Lauf der kommenden vier Monate 540 Überwachungskameras an neuralgischen Punkten der Stadt aufstellen zu wollen.

An Silvester waren in der von neun Millionen Menschen bevölkerten Metropole acht Bomben explodiert. Die Sprengsätze verletzten über 40 Menschen.

Unruhen gehen weiter

Bisher ist nicht sicher, wer die Anschläge initiiert hat. Die nach dem Militärputsch vom September 2006 installierte Regierung macht Anhänger des vertriebenen Ex-Premierministers Thaksin Shinawatra dafür verantwortlich.

Allerdings kämen auch islamistische Rebellen aus dem Süden des Landes als Urheber des Terrors in Frage. Ex-Premier Thaksin stritt unterdessen jede Verantwortung für die Anschläge ab.

Beobachter vermuten, dass die Bomben auch von verfeindeten Gruppen innerhalb des Militärs kommen könnten, die den Putschistenführer General Sondhi Boonyaratkalin beerben wollen.

(AP | futurezone)