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Internet-Manifest zum Aufpusten

NETZTEILE
12.09.2009

Ach ja, September, die Zeit der Zwiebelkuchen und Manifeste beginnt. Die Weinlese steht an, und um Facebook scheint es stiller zu werden. So wollen wir also die Flaschen des vergangenen Jahres köpfen. Und wenn wir schon dabei sind, wollen wir Zwiebeln, Teig und Speck bereitstellen und uns ein kleines Manifest erschreiben.

Denn was die können, brazeln wir auch hin. Zumindest die Überschriften. Prost, lesen wir vorher noch einmal das Original, und lassen wir es uns danach schmecken.

Also:

1. "Das Internet" gibt es nicht.

2. Das Internet gehört immer den anderen, nie einem selbst.

3. Same shit, different media. Passt schon.

4. "Freiheit" ist ein Begriff von Hans Albers oder Hansi Hinterseer.

5. Das Internet besteht aus Information. Passt schon.

6. Google ist ein verschnarchter Laden. Das wollten wir längst mal wieder sagen.

7. Das Netz braucht einen Stromanschluss.

8. Links linken, Zitate klaut man aus Facebook.

9. Politiker haben eine Homepage. Das ist schön. Passt auch.

10. Meinungsfreiheit? Schon wieder diese "Freiheit".

11. Es gibt zu wenig griffige Information.

12. Gute Geschäftsmodelle haben keine Tradition im Netz.

13. Im Internet klauen Bürger wie die Raben.

14. Das Internet kostet eine Menge Geld. Man sieht es nur nicht.

15. Was ist das bloß, dass alles immer im Netz bleiben muss?

16. Qualität gibt es seit 1952, sagt Tante Anni, das Internet kam spatter, sagen wir.

17. Alle sind alle, wenn alle alles klicken.

PS: Zu Zwiebelkuchen passt ganz hervorragend ein Feldsalat mit hartgekochtem Ei.

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(Harald Taglinger)