YouTube denkt an kostenpflichtigen Filmverleih
Googles Videoplattform YouTube verhandelt laut Berichten mit Hollywood-Studios über den Einstieg ins Filmverleihgeschäft. YouTube würde damit erstmals von seinen Nutzern Geld verlangen.
Die Google-Tochter spreche mit den Studios Warner Bros., Sony und Lions Gate, berichtete das "Wall Street Journal" am Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen. Laut der Nachrichtenagentur AP soll es auch Gespäche mit Metro-Goldwyn-Mayer geben. YouTube wollte dazu keine Stellungnahme abgeben.
In einigen Fällen könnten Filme bereits zeitgleich mit dem Erscheinen auf DVD auf YouTube verfügbar sein, hieß es. Manche Streifen könnten auch kostenlos für den Nutzer zu sehen sein, finanziert durch Werbung.
Dreimonatiger Test mit Google-Mitarbeitern
Die Verhandlungen könnten aber noch scheitern, hieß es. Als Leihgebühr würden 3,99 Dollar (2,81 Euro) pro Film angepeilt. Geplant sei, dass zunächst rund 10.000 Google-Mitarbeiter das neue Angebot testen.
Informierte Kreise sagten gegenüber AP, der auf drei Monate angelegte Test könnte bereits im September starten. Die Studios würden demnach 60 Prozent der Einnahmen bekommen. "Businessweek" hingegen berichtet, dass die Verhandlungen noch länger dauern sollen.
YouTubes Suche nach Einnahmequellen
YouTube sucht immer noch nach einem effizienten Geschäftsmodell. Bisher experimentierte der Videodienst als Erlösquelle vor allem mit Werbung, die zu den Videos eingeblendet wird. Google stellte ein Angebot für Mietvideos kurz nach der Übernahme von YouTube ein und konzentrierte sich seitdem vor allem auf den Ausbau des kostenlosen Videoangebots.
(AP/futurezone)
